Initiativen gegen die Krise


Von Stefan Stanislawski 1. April 2020


Sowohl bei der Wild Beauty GmbH (Paul Mitchell, Kemon) als auch bei Davines wurden Initiativen gestartet, die den Friseuren helfen sollen, durch die Corona- bzw. COVID-19-Krise zu steuern. Beide Initiativen verfolgen einen ähnlichen Ansatz. Endverbraucher können bei ihrem Stammfriseur Produkte bestellen, die das jeweilige Unternehmen in deren Namen ausliefert.

Bereits 1994 hatte die Wild Beauty das Ziel, das Lager ihrer Kunden zu sein. Keine Einkaufskondition, die zum „Shampoo-Hamstern“ im Salon animiert. Keine Mindestbestellmenge, so dass man auch ein einzelnes Shampoo bekommt. Schnelle Lieferungen, so dass Kunden bedarfsgerecht nachbestellen können. All das mit dem Ziel, die Liquidität der Kunden zu schonen. „In Zeiten von COVID-19 gehen wir jetzt einen Schritt weiter: Wir wollen der Versanddienstleister unserer Partnersalons sein. Jeder Saloninhaber kennt die Situation: Langjährige Kunden stehen unter der Dusche und wünschen sich ihr Lieblingsshampoo von ihrem Lieblingsfriseur. Doch wie bekommen Endverbraucher in Zeiten der Salonschließung Nachschub – und können damit gleichzeitig ihren Friseur durch den Produkteinkauf unterstützen? Hier kommt Wild Beauty TakeHome ins Spiel“, so Noah Wild, Sprecher der Geschäftsführung.

Die Abwicklung ist denkbar einfach. Der Endverbraucher bestellt bei dem Friseur seines Vertrauens seine Lieblingsprodukte. Diese Bestellung wird an die Wild Beauty übermittelt, die dann die Produkte schnell und sicher per DHL zum Endverbraucher nach Hause liefert. Dabei gewährt die Wild Beauty dem Kunden ein 60-tägiges Zahlungsziel, so dass dieser von seinem Endverbraucher entweder per PayPal oder auch erst beim nächsten Besuch kassieren kann. Lieferbar sind alle Produkte mit unverbindlicher Preisempfehlung von John Paul Mitchell Systems und Kemon – ausgenommen sind natürlich Haarfarben, da diese nur für den professionellen Gebrauch im Salon bestimmt sind. „Wir wollen keine Zeit verlieren und starten deshalb mit Wild Beauty TakeHome sofort. So können unsere Salonpartner die aktuelle Durststrecke etwas überbrücken, ohne sich selbst mit den logistischen Herausforderungen eines individuellen Versands zu belasten“, so Wild. Hier geht’s zur Website von Wild Beauty.

Initiativen
Ein Weg aus der Krise: TakeHome von Wild Beauty

Initiativen, die sofort helfen

Auch bei Davines denkt man ununterbrochen darüber nach, welche Anstrengungen man für die Branche und die Friseure unternehmen kann. Die erste von mehreren geplanten Initiativen startet unter dem Hashtag #DavinesLieferFreunde. Davines übernimmt den Lieferservice an Endverbraucher für Davines Kunden, die keinen eigenen Webshop betreiben. 

„Wir bieten unseren Friseuren an, dass wir Bestellungen, die Endkunden bei ihnen aufgeben, logistisch umsetzen. Das heißt, Friseure bieten ihren Kunden an, digital oder telefonisch bei ihnen zu bestellen und bestellen dann bei uns die Ware zur Direktlieferung an den Kunden. Wir berechnen an den Friseur und speichern keine Endkundendaten. Da Davines ein friseurexklusives Produkt ist, können Kunden auf diesem Weg ihre gewohnten Produkte verwenden und bleiben mit ihrem Friseur verbunden. Dieser kann so zumindest das Geschäft mit Produktverkäufen aufrechterhalten. Wir bei Davines Deutschland sind uns darüber im Klaren, dass es nur kleine Schritte sind, die wir hier anbieten. Aber es sind auch nur die ersten. Wir versprechen, dass wir den gesamten Weg der Coronakrise gemeinsam mit unseren Friseuren gehen und uns mit weiteren, schnell umsetzbaren Lösungen beschäftigen.“ Hier geht’s zur Website von Davines.

Davines
Lasst uns #LieferFreunde sein – Davines zeigt, wie es geht.

Wir bei der dfm hoffen, dass noch mehrere Unternehmen Initiativen wie diese entwickeln – gerne berichten wir auch über eure Ideen. Ein weiteres Beispiel findet ihr hier.